Prepper

In den letzten Jahren der globalen Verunsicherung, z.B. Naturkatastrophen sowie diverse politische Spannungen häufen sich sporadisch und schubweise die Anfragen besorgter Menschen über eine sinnvolle Funkausstattung von Preppern. Eine pauschale Beratung gibt es nicht, da die bislang ersichtlichen Fachrichtungen der Prepper-Spezialisierungen zu weit gestreut sind. Es gibt sicherlich zahlreiche Szenarien auf die man sich vorbereiten kann.

Aber was wirklich Sinn macht, und was überhaupt realisierbar ist, erkennen viele Prepper erst nach intensiver Beratung und langen Telefon- oder eMailverläufen.

Häufig wird beispielsweise nach einem Funkgerät gefragt, was auf allen für Kommunikation geeigneten Frequenzbändern arbeiten kann.
Kurz gesagt: "Sowas gibt es nicht!"
 
Die Frequenzen zwischen Grenzwelle (1,8MHz) und dem in Europa höchstem kommerziellen Sprechfunkband (470MHz) sind derart unterschiedlich, das die Bauteile in den Funkgeräten generell auf jeweils einem einzelnem, eng begrenztem Frequenzband abgestimmt sein müssen.
 
Es gibt vereinzelt Mehrbandfunkgeräte welche mit zwei Bändern (häufig 2m & 70cm) schon ein Großteil des Sprechfunkbereiches auf VHF und UHF abdecken. Davon abgesehen werden Sie sich mit solch einem Anspruch damit abfinden müssen, das Sie mehrere Geräte brauchen um "überall" senden und empfangen zu können.
 
Und dieses "überall" senden können hat noch einen weiteren Aspekt:
Bevor ein "möglicherweise rechtfertigendes Szenario" eintritt, ist eine Nutzung (im Sinne von Senden) von Funkgeräten nur auf wenige kleine Frequenzabschnitte begrenzt. Hier zunächst ein Überblick "erlaubter" Funkanwendungen:
 
26,965-27,405MHz (Europa) bzw. 26,565-27,405MHz (Deutschland) liegt der CB-Funk.
Dort darf man alle Gerätearten (Handfunkgeräte, Mobilstationen und Feststationen) betreiben mit maximal 4W in AM/FM sowie bis 12W PEP in SSB.
 
149,025-149,1125MHz liegt der Freenet-Bereich.
Dort darf man ausschließlich Handfunkgeräte mit einer Sendeleistung bis 0,5W benutzen.
 
433,050-343,775MHz liegt der LPD-Bereich.
Dort darf man ausschließlich Handfunkgeräte mit einer maximalen Sendeleistung von 10mW (0,01W) benutzen.
 
446,00625-446,2000MHz liegt der PMR446-Bereich.
Dort darf man ausschließlich Handfunkgeräte mit einer maximalen Sendeleistung von 0,5W benutzen.
 
Sollten Ihnen diese "erlaubten" Funkbereiche reichen, finden Sie entsprechende Geräte hier: Anmelde- & gebührenfrei Funkgeräte
 
Jegliches Senden in beliebig anderen Frequenzbereichen außer den oben genannten gilt mindestens als Ordnungswidrigkeit und wird von den Behörden mit empfindlichen Geldbußen bestraft. Abhängig von der Art des Schadens oder der in Kauf genommenden Gefährdung kommen u.U. noch strafrechtliche Sachverhalte in Betracht.
 
Faktisch sieht das also wie folgt aus:
Im Prinzip können Sie kaufen und Vorhalten was legal zu erwerben ist. Benutzen aber, auch nur um die jeweilige Gerätefunktion im Notfall zu beherrschen, ist eine gefährliche Sache die teure und schmerzhafte Folgen nach sich ziehen kann.
 
Die Problematik kann man auch nicht durch nacktes studieren von Bedienungsanleitungen erschlagen, sondern auch das  physikalische Verständnis der Funktechnik ist zwingend mit einzubeziehen. Welche Entfernung wollen Sie im heute noch sehr unklarem, spekulativen "Notfall" überbrücken? Mit welchen Zielgruppen hoffen Sie zu kommunizieren? Ebenfalls zu beachten die erzielbare Reichweite in Abhängigkeit der Topologie.  Die Reichweite von VHF & UHF-Funkgeräten ist von der Umgebung und eventuellen Abschattungen abhängig. Je höher der Standort einer Antenne liegt,  im besten Falle also über Bewaldung und Bebauung hinweg ragend, um so höher Ihre Kommunikationsreichweite.Unter absolut idealen Bedingungen - man findet sie im UKW-Seefunk, kommt man regulär 70-90 km weit - eben, weil - auf hoher See keine Häuser, Berge oder Bäume als Abschattungsflächen im Weg stehen. Auf dem Festland kommt man kaum über 60km weit - eher weniger. VHF und UHF machen also  generell nur dann Sinn wenn Sie die physikalische Reichweite von maximal 10 km bis 60 km abdecken wollen.
 
Da draußen gibt es einige zehntausende komerzieller Funkgeräte die durchaus so stabil und langlebig gebaut sind, so dass sie die meisten vorstellbaren Szenarien funktionsfähig überstehen werden. Solche Endgeräte  findet man im VHF und UHF Band bei Nutzern wie Taxibetriebe, Nahverkehr, Veranstaltern, Handwerk, Handel, Dienstleistung, Behörden oder ähnlichen Berufs - bzw. Anwendergruppen vor.
 
Erhoffen Sie sich z.B.  bei Katastrophenlagen mit potentiellen "Überlebenden" oben genannter Anwendungsgruppen zu sprechen, sind Sie mit breitbandigen Mobilgeräten für 136-174MHz und 400-470MHz bestens ausgestattet,  solange diese Nutzer mit analogen Endgeräten kommunizieren.

Zeitaktuell (2020) laufen im Betriebsfunk noch gute 95% in analoger Technik ab. Allerdings kann man nur raten wie viel analogen Betriebsfunk es noch in 10 oder 20 Jahren geben wird. Das Problem bei Digitalfunk - egal ob TETRA, DMR oder NEXTEDGE - es sind in sich geschlossene Systeme wo niemand mehr einfach dazwischen funken kann. Es reicht für diese digitalen Protokolle nicht mehr, einfach die Funkfrequenz ein zu stellen!  Sich in solche Systeme "rein zu hacken" haben bereits einige Freaks versucht. Mit erheblichem Aufwand ist dies möglich. Spätestens aber wenn im digitalen Funknetz jegwelche Art von Verschlüsselung aktiviert ist, hat man keine Chance mehr.

So können Sie es heute bereits in den meisten Bundesländern als Obsolet betrachten mit Institutionen wie Polizei, Feuerwehr, THW usw. zu funken.
Denn die Digitalisierung auf TETRA-BOS ist aktuell schon fast bundesweit ausgebaut.
 
Es macht also Sinn überhaupt erst mal einen einfachen Weg zu finden sich empfangsseitig mit dem Thema "Funk" zu beschäftigen, beispielsweise mit dem RSP1A. So lernt man mühelos die noch analogen Funknetze in seiner Umgebung kennen und bekommt mit wer wann digitalisiert. Auch im Katastrophenfall ist der RSP1A das 1. Mittel der Wahl, lange bevor man ein beliebiges Funkgerät auspackt.
 
Alle Funkgeräte die sie hier finden haben einen Frequenzsuchlauf, der prinzipiell geeignet wäre noch nicht bekannte Funkfrequenzen wo gefunkt wird zu finden. Dummer weise aber sind die Mehrzahl aller Funksprüche in der Realität nur wenige Sekunden lang. Eine Suchlauffunktion die z.B. 400-470MHz mit 50 Kanälen/Sekunde absucht, braucht von 400-470MHz, also für einen Durchlauf, bereits 70 Sekunden.
In diesem 70 Sekunden prüft das Gerät einmal kurz, für lediglich 10-20ms ob auf einem Kanal ein Funksignal empfangen wird.
Faktisch wird man also mehrere Tage warten müssen, bis ein halbwegs regelmässig genutztes Funknetz durch solch ein Suchlauf entdeckt wird.
Der RSP1A hingegen ist ein SDR-Breitbandempfänger. Mit SDR-Empfängern empfängt man nicht nur einen Kanal, sondern einen Frequenzblock.
 
Beim RSP1A kann dieser Frequenzblock bis zu 10MHz breit sein. An einem schnellen PC oder Laptop, der eh in jede Prepperausrüstung gehört, kann man mit nur drei Scrollrad-Rastungen kann man z.B. die komplette Kurzwelle (1-30MHz), oder das 2m Band (144-174MHz) abrasen, ohne das einem auch nur ein Signal entkommt. Ein RSP1A ist damit heute das preiswerteste und beste Funkaufklärungstool das einem sehr effektiv sagt welches Funkgerät auf welcher Frequenz eingestellt gerade den größten Sinn hat.
 
Zum Thema Lagerung / Vorhaltung gilt grundsätzlich:
 
Geräte ohne Akku, beispielsweise Mobilgeräte oder unser Kurzwellenset sind in der Lagerhaltung einfacher zu handhaben als Endgeräte auf Akkubasis.
 
Handfunkgeräte mit Akkus (NiMH, Li-Ion) kann man nicht einfach einpacken und erwarten das die Akkus nach einigen Jahren noch funktionieren.
Solche Akkus sollte man mindestens zwei mal im Jahr zu etwa 50% entladen und neu aufladen, sonst werden sie durch Tiefentladung zerstört!
Heutige Li-Ion haben eine theoretische Haltbarkeit von 500-600 Ladungen. Bei Anwendung eben erwähnter Pflege - könnte also eine theoretische Akkuhalbarkeit von 250 Jahren erreicht werden - wobei das wirklich nur eine sehr theoretische Betrachtung sein kann, denn im realen Anwendungsfall sind für regelmäßig genutzte Handfunkgeräte alle 2 bis 3 Jahre neue Akkus fällig.
 
Auch eine EMP geschütze Gerätelagerung wird aufwendig.
Generell gelten die absoluten Grundsätze das man Induktionselemente unterbricht. Also alles was von einem elektronischen Gerät entfernt werden kann und bei einem EMP-Event Energie aufbauen kann, sollte man vom Gerät entfernen. Also generell Antennen abschrauben, Mikrofone abnehmen, Batterieleitung möglichst nah am Gerät unterbrechen. All das sind EMP-Antennen die man elektrisch getrennt von Geräten wie Funkgeräten lagern sollte. Die Lagerung sollte weiterhin einen Faradayschen Käfig darstellen, um zumindest die elektrische Feldkomponente von den Funkgeräten fern zu halten. Robuste Stahl- oder Alu-Transportkisten können dazu taugen. Um auch die magnetische Feldkomponente zu eliminieren wäre es eventuell denkbar die Kiste mit MU-Metall auszukleiden - wenn man denn eine (bezahlbare) Bezugsquelle für MU-Bleche finden würde.
 
Theoretisch wäre es vielleicht auch denkbar ein statisches Magnetfeld als EMP-Schutzblase zu bauen. Hinreichend starke Neodym-Magnete wären ja verfügbar. An dieser Stelle sollten Sie mit Spezialisten für Magnetismus diskutieren, unsere Kompetenz endet dort.
 
Zudem sei darauf hingewiesen:
Bei der Frage nach einem großen Szenario, ob denn irgendwo in Europa, oder auf anderen Kontinenten noch Menschen leben, werden einem Funkgeräte für VHF (136-174MHz) und UHF (400-470MHz) nicht weiter helfen. Die einzige Möglichkeit ohne Internet oder Mobilfunknetzen diese Frage zu klären, wäre Kurzwelle. Also 1,8-30MHz - vorrangig je nach Tages- und Jahreszeit - primär 3-15MHz.
 
Unten sind alle Produkte aufgeführt die auf oben genannte Gesichtspunkte hin ausgewählt wurden.
 
Hinweis: Beachten Sie immer die aktuelle Rechtslage!
 
Gerätenutzung im Sinne von Empfangen kann eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat (nichtöffentliche Funkdienste, nicht öffentlich gesprochenes Wort) sein. Das weitergeben solcher so erlangten Daten, beispielsweise durch streaming ins Internet haben auch schon so manchen auf die Anklagebank gebracht.
Gerätenutzung im Sinne von Senden ist richtig böse, sobald bald man die Grenzen von Freenet oder PMR446 und CB-Funk bezüglich Frequenzen oder Sendeleistungen verlässt. Haftbar für die Gerätebedienung ist einzig der Bediener selbst.
 
Eine Möglichkeit um trotz dieser gesetzlichen Hürden praktische Erfahrungen sammeln zu können und eventuell auch mehrere Gleichgesinnte kennen zu lernen, wäre die Auseinandersetzung mit dem Amateurfunk. Mit hinreichd viel Ehrgeitz und technischem Verständniss sind die notwendigen Prüfungsinhalte beherrschbar. Und mit erlangter Lizenz darf man alle Funkgeräte in dieser Kategorie auch ohne "rechtfertigenden Notstand" auf Amateurfunkbändern legal betreiben. Informationen zur Erlangung der Amateurfunklizenz finden Sie hier: Amateurfunk

 



SDR-Tuner RSP1A 1kHz - 2GHz

SDR-Tuner RSP1A 1kHz - 2GHz

SDR-Tuner RSP1A 1kHz - 2GHz inkl. USB-Kabel (3m), Adapter BNC und Polklemme, VHF- und UHF-Betriebsfunkantennen

211,15 EUR

( inkl. 16 % MwSt. zzgl. Versandkosten )

Lieferzeit: 3-4 Tage

 Details

VHF-Monoband Mobilgerät

VHF-Monoband Mobilgerät

Kompakter VHF-Monobander 136-174MHz, FM 5W-15W als Einbaugerät 12V

75,98 EUR

( inkl. 16 % MwSt. zzgl. Versandkosten )

Lieferzeit: 3-4 Tage

 Details

UHF-Monoband Mobilgerät

UHF-Monoband Mobilgerät

Kompakter UHF-Monobander 400-470MHz, FM 5W-15W als Einbaugerät 12V

75,98 EUR

( inkl. 16 % MwSt. zzgl. Versandkosten )

Lieferzeit: 3-4 Tage

 Details

VHF+UHF Doppelset Monoband Mobilgeräte

VHF+UHF Doppelset Monoband Mobilgeräte

Die kompakten Monobander im VHF + UHF Doppelpack

141,35 EUR

( inkl. 16 % MwSt. zzgl. Versandkosten )

Lieferzeit: 3-4 Tage

 Details

VHF+UHF Dualband Mobilgerät

VHF+UHF Dualband Mobilgerät

Leistungsstarker Duobander DR-735 VHF+UHF 5-50W inklusive Flugfunk-Empfang

379,19 EUR

( inkl. 16 % MwSt. zzgl. Versandkosten )

Lieferzeit: 3-4 Tage

 Details

VHF+UHF Dualband Handfunkgerät

VHF+UHF Dualband Handfunkgerät

Handliches VHF&UHF Dualband Handfunkgerät Alinco DJ-500, erweitert, inkl. LiIon-Akku, Ladeschale, Antenne, Gürtelclip

125,74 EUR

( inkl. 16 % MwSt. zzgl. Versandkosten )

Lieferzeit: 3-4 Tage

 Details

Kurzwelle Allmode Set

Kurzwelle Allmode Set

Kurzwellen-Allmode Set Alinco DX-SR8 + EDX-3 für autonome, globale Kommunikation, frei Durchstimmbar 1,8-30MHz.

1.128,81 EUR

( inkl. 16 % MwSt. zzgl. Versandkosten )

Lieferzeit: 1 Woche

 Details

Zeige 1 bis 7 (von insgesamt 7 Artikeln) Seiten:  1 

Warenkorb

Ihr Warenkorb ist leer.

Willkommen zurück!

E-Mail-Adresse:
Passwort:
Passwort vergessen?

Newsletter-Anmeldung

E-Mail-Adresse:

Bestseller

01. SDR-Tuner RSP1A 1kHz - 2GHz

211,15 EUR
inkl. 16 % MwSt. zzgl. Versandkosten

Kundengruppe


Kundengruppe: Gast

Hersteller