Betriebsfunk Digital

Digitalisierung im Betriebsfunk!?!

Immer mehr Nutzergruppen von analogem Betriebsfunk sind gezwungen früher oder später auf digitalen Betriebsfunk um zu rüsten. Die Gründe sind vielschichtig. So sorgt zum einen die Knappheit der natürlichen Recource "Bandbreite" dafür das diese effizienter genutzt werden muss. Um immer mehr Funkteilnehmer die immer dichter zusammenrücken müssen zu entkoppeln, wurden digitale Übertragungswege entwickelt.

Während im analogen Betriebsfunk Selektivruf wie ZVEI 5-Ton oder Subaudioverfahren wie CTCSS oder DCS genutzt wurden um unterschiedliche Nutzer auf dem selben Kanal zu entkoppeln, gehen digitale Verfahren völlig anders an die Entkopplung. Statt wie bisher rein analoge Signale werden bei den digitalen Betriebsarten nur noch rein digitale Signale in z.B. 4GFSK  mit Baudraten von 4800 - 9600Bd übertragen. Sprache wird durch den AMBE+ Codec digitalisiert übertragen.

Color-Code:

Mehrere Nutzer auf dem selben Kanal bekommen mit Ihrem Color-Code eine spezifische Funknetzkennung. Bis zu 16 unterschiedliche Firmen bekommen somit eine eindeutige "Funknetzkennung" die sicher stellt das nur die digitalen Funkgeräte mit dieser Funknetzkennung zusammen arbeiten.
 

RadioID:

Ähnlich wie beim 5-Ton Selektivruf bekommt jedes digitale Funkgerät eine persönliche und individuelle Rufnummer. Diese RadioID dient generell als Einzelrufadresse sowie als Absenderkennung für jede Aussendung.

 

GroupID:

Group-ID's sind Gesprächsgruppen in denen mehrere Funkteilnehmer kommunizieren können, vergleichbar zu dem "offenen Kanal" im Betriebsfunk ohne Selektivruf oder CTCSS/DCS-Funknetzen.

 

Wer sich für digitalen Betriebsfunk interessiert, hat die Qual der Wahl zwischen den einzelnen Systemen:

Motorola MOTOTRBO basiert auf den Standard 12,5kHz TDMA wie er in ETSI TS 102 361-1 bis -4 spezifiziert ist. Innerhalb der elementaren Grundfunktionen (ColorCode, RadioID, GroupID und Datenstrom) sind Motorola MOTOTRBO Geräte also kompatibel mit allen Geräten die sich auf die selben ETSI TS 102 361-1 bis -4 beziehen. Dort wären beispielsweise das EVX-S24 oder die Kenwood NX-1200DE/NX-1300DE zu nennen. Motorola MOTOTRBO meint aber viel mehr als nur die genormten ETSI-Spezifikationen! MOTOTRBO schließt optionale Add-Ons ein wie Capacity Plus, Connect Plus, IP Site Connect und vieles mehr. Es handelt sich dabei um probitäre Motorola-Verfahren die ausschließlich mit Motorola MOTOTRBO-Geräten kompatibel sind. So ist z.B. bei einem bestehenden MOTOTRBO Capacity Plus Funknetz der Betrieb mit TDMA-Geräten von anderen Geräten nicht möglich.

 

Kenwood NXDN bezieht sich auf die ETSI TS 102 361-1 bis -3, allerdings in FDMA mit 6,25kHz und 12,5kHz - einem grundlegend vom 12,5kHz TDMA abweichenden Funktionsprinzip. Ein Kenwood NXDN-Gerät (FDMA) kann nicht mit einem MOTOTRBO-Gerät (TDMA) kommunizieren! Allerdings ist Kenwood derzeit der erste Gerätehersteller der die ersten Multiprotokoll-Geräte (NX-3000-Familie) auf den Markt gebracht hat. Die Geräte der NX-3000 können neben Kenwood NXDN (FDMA 6,25/12,5kHz) auch DMR (TDMA 12,5kHz).

 

Sollten Sie weitere Fragen haben welche Technologie für Sie sinnvoll ist, beraten wir Sie gerne und Zielorientiert. Denn beim Umstieg auf digitalen Betriebsfunk kann eine leichtfertig gefällte Entscheidung schnell zur schmerzhaften Fehlinvestition werden. Wie viele Geräte sollen angeschafft werden? Wieviele sinvolle Kommunikationsgruppen werden gebraucht? Wird GPS-Ortung oder gar Inhouse-Lokaliserung benötigt? Schriftiche Auftragsvergabe nötig? Verschlüsselung notwendig, bzw. in welcher Sicherheitsklasse? Funkabdeckung nur innerhalb eines Werksgeländes oder ganze Städte und Landkreise?

 

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